Die kleinste Menge sind 3 Kubikmeter für 108 Euro
Ein Fahrzeug fährt für 1 Kubikmeter genauso weit wie für 3, deshalb beginnt die Rechnung bei 3 Kubikmetern. Das sind 108 Euro, und darin stecken das Heraustragen, die Fahrt und die Abgabe. Wer nur einen Sessel und einen Couchtisch loswerden will, zahlt denselben Betrag wie jemand mit einer kompletten Wohnzimmergarnitur, weil beides unterhalb der Grenze liegt. Umgekehrt heißt das: Unter 3 Kubikmetern lohnt sich das Warten. Wer weiß, dass in 4 Wochen noch ein Schrank dazukommt, legt beide Abholungen zusammen und spart die zweiten 108 Euro vollständig. Fest steht dann der Termin, nicht die Menge.
Ab dem vierten Kubikmeter läuft alles linear weiter mit 36 Euro. 4 Kubikmeter kosten 144 Euro, 6 Kubikmeter 216 Euro, 9 Kubikmeter 324 Euro, 12 Kubikmeter 432 Euro. Es gibt keinen Mengenrabatt und keinen Zuschlag für sperrige Einzelteile. Das Gewicht taucht nirgends in der Rechnung auf, nur das Volumen und die Etage, aus der getragen wird. Deshalb lohnt es sich, kleine Mengen zu sammeln. Wer im Januar ein Sofa und im März zwei Schränke abholen lässt, zahlt zweimal die kleinste Menge, also 216 Euro. Zusammen sind dieselben Stücke rund 5 Kubikmeter und kosten 180 Euro. Der Unterschied von 36 Euro entspricht genau einem Kubikmeter, den sich beide Fahrten teilen.
Sofa, Schlafzimmer, Keller: drei Beispiele mit Volumen
Erstes Beispiel, ein Dreisitzer mit 2,20 Metern Breite. Zusammen mit den Kissen sind das rund 2 Kubikmeter, berechnet werden 3 Kubikmeter und damit 108 Euro. Ob das Sofa noch heil ist, spielt keine Rolle, und zerlegen bringt nichts: Ein zerlegtes Polstermöbel braucht denselben Platz, nur in anderer Form. Zweites Beispiel, eine komplette Schlafzimmereinrichtung. Das Doppelbett zerlegt ergibt rund 1,0 Kubikmeter, zwei Matratzen 1,6, zwei Lattenroste 0,4, zwei Nachttische 0,4, ein Kleiderschrank von 3,00 Metern zerlegt 2,6 und eine Kommode 1,0 Kubikmeter. Zusammen sind das 7,0 Kubikmeter und bei 36 Euro je Kubikmeter genau 252 Euro. Eine Fahrt mit dem Sprinter reicht dafür aus, es bleiben 5 Kubikmeter Luft.
Drittes Beispiel, ein voll gestellter Keller mit rund 10 Quadratmetern Fläche und 1,20 Metern Stapelhöhe. Das sind 12 Kubikmeter und damit 432 Euro. Der Sprinter mit 12 Kubikmetern ist damit randvoll, zwei Kräfte brauchen etwa 4 Stunden, wenn der Weg zur Tür unter 20 Metern liegt und keine Wendeltreppe dazwischen ist. Kommt ein zweites Kellerabteil dazu, also weitere 6 Kubikmeter, steigt der Betrag um 216 Euro auf 648 Euro, und der Sprinter reicht nicht mehr. Dann kommt der Möbelkoffer mit 21 Kubikmetern, der beide Abteile in einer Fahrt nimmt, und der Tag wird um rund 2 Stunden kürzer.
Was Sperrmüll ist und was in eine andere Sammlung gehört
Sperrmüll ist alles aus dem Haushalt, was zu groß für die Restmülltonne ist und sich nicht sinnvoll so weit zerlegen lässt, dass es hineinpasst. Das sind Möbel, Matratzen, Teppiche, Lattenroste, Regale, Gartenmöbel und Sportgeräte. Der Zustand ist gleichgültig, es zählt nur der Platz, den ein Stück auf der Ladefläche belegt. Eine einfache Probe hilft: Passt das Stück zerlegt in eine Restmülltonne mit 120 Litern, ist es kein Sperrmüll. Passt es nicht hinein, zählt es zu den Kubikmetern, die wir abrechnen, und zwar unabhängig davon, ob es 3 Kilogramm oder 80 Kilogramm wiegt.
Daneben gibt es drei Gruppen mit eigenen Wegen. Elektroaltgeräte vom Kühlschrank bis zum Bildschirm nehmen wir mit und geben sie dort ab, wo sie hingehören; Kühlgeräte brauchen 24 Stunden Vorlauf zum Abtauen. Bauabfall wie Fliesen, Duschwannen oder Dachpappe fährt getrennt und wird getrennt abgerechnet, weil er am Annahmeplatz eigene Sätze hat. Grünschnitt gehört zur Grünannahme. Sondermüll bleibt stehen, ohne Ausnahme. Farben, Lacke, Lösemittel, Säuren, Altöl, Spraydosen mit Restdruck, Leuchtstoffröhren, Batterien, Akkus und Gasflaschen gehören zur Schadstoffsammlung. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß, welche Stücke darunter fallen, damit am Abholtag nichts stehen bleibt, mit dem niemand gerechnet hat.
Ohne Rückfrage nehmen wir mit
- Sofas, Sessel, Schlafsofas und Polstergarnituren samt Metallgestell.
- Matratzen, Lattenroste, Bettgestelle, Bettkästen und Kleiderschränke.
- Tische, Stühle, Regale, Kommoden, Schreibtische und Sideboards.
- Teppiche und Teppichböden, gerollt und gebunden, bis 4,00 Meter Länge.
- Gartenmöbel aus Kunststoff, Holz oder Metall, Sonnenschirme, Gartenliegen.
- Kinderwagen, Fahrräder ohne Akku, Laufbänder und andere Sportgeräte.
Sprinter mit 12 oder Möbelkoffer mit 21 Kubikmetern
Welches Fahrzeug kommt, entscheidet sich an zwei Fragen: Wie viel ist es, und wie kommt der Wagen heran. Der Sprinter fasst 12 Kubikmeter und passt auch auf schmale Hofzufahrten und in Sackgassen ohne Wendemöglichkeit. Der Möbelkoffer fasst 21 Kubikmeter, hat eine Ladebordwand bis 750 Kilogramm und spart bei größeren Mengen eine komplette Tour. Der Unterschied in Zahlen: 21 zu 12 Kubikmeter sind 9 Kubikmeter mehr, also 75 Prozent zusätzliches Volumen. Bei 18 Kubikmetern braucht der Sprinter zwei Fahrten, der Möbelkoffer eine. Am Betrag ändert das nichts, 18 Kubikmeter kosten in beiden Fällen 648 Euro, aber der Tag wird um mehrere Stunden kürzer. Erst bei mehr als 21 Kubikmetern fährt auch der Koffer zweimal.
Randvoll ist der Möbelkoffer bei 21 Kubikmetern, das sind 756 Euro. Darüber hinaus kombinieren wir: 30 Kubikmeter passen in einen Koffer plus einen Sprinter, zusammen 33 Kubikmeter Ladevolumen, und kosten 1.080 Euro. Beim Aufmaß halten wir fest, welches Fahrzeug an die Adresse kommt, damit am Abholtag niemand rangieren muss, wo nichts zu rangieren ist. Für die Planung genügen drei Angaben: die geschätzten Kubikmeter, die Breite der Zufahrt und die Frage, ob der Wagen vor dem Haus halten darf. Aus diesen drei Angaben ergibt sich alles Weitere, einschließlich der Zahl der Touren.
Getragen wird aus der Etage, nicht vom Gehweg
Der eigentliche Unterschied zur kommunalen Abfuhr liegt nicht im Termin, sondern im Ort. Bei uns muss nichts nach unten geschafft werden, bevor wir kommen. Wir holen aus dem 3. Obergeschoss, aus dem Kellergang, aus der Garage hinter dem Haus und von der Terrasse. Niemand stapelt etwas über Nacht auf dem Gehweg, und niemand räumt am nächsten Morgen hinterher, was Fremde durchsucht haben. Das gilt auch dort, wo niemand vor Ort sein kann: Mit einer Absprache und einem Schlüssel holen wir aus dem Keller ab, während Sie arbeiten, und schicken die Fotos danach.
Die Etage kostet keinen Aufschlag, sie kostet Zeit. Deshalb gehört sie in die Anfrage: Stockwerk, Aufzug ja oder nein, Breite der Wohnungstür, Länge des Wegs bis zur Haustür. Zwei Kräfte schaffen etwa 3 Kubikmeter je Stunde, wenn der Weg unter 20 Metern liegt. Fehlt der Aufzug im 3. Obergeschoss, kommen rund 30 Prozent Zeit hinzu, am Betrag von 36 Euro je Kubikmeter ändert sich nichts. Zwei Fotos je Stapel sagen mehr als jede Aufzählung am Telefon. Daran sehen wir, ob der Sprinter mit 12 Kubikmetern reicht oder der Möbelkoffer mit 21 Kubikmetern kommen muss, und ob Türzargen abgedeckt werden sollten. Gedeckt wird mit gesteppten Decken von 2,00 mal 1,50 Metern, das kostet 0 Euro und gehört zur Abholung.
Termin, Absage und was auf der Rechnung steht
Zwischen Anfrage und Abholung liegen im Regelfall 3 bis 7 Tage. Der Termin steht mit der Bestätigung, und zwar mit einer Uhrzeit statt mit einem Fenster über den halben Tag. In den Ortsteilen der Gemeinde fällt keine Anfahrt an: Langerwisch liegt 3,4 Kilometer entfernt, Wildenbruch 4,6, Wilhelmshorst 5,3, Fresdorf 6,8 und Stücken 10,0 Kilometer, alles weit innerhalb des Rings von 25 Kilometern. Weiter außerhalb wird gerechnet, und zwar für Hin- und Rückweg zusammen, weil der Wagen denselben Weg zurückfährt: Teltow liegt mit 28,2 Kilometern 3,2 Kilometer über der Grenze, hin und zurück also 6,4 gefahrene Kilometer für 5,12 Euro. Berlin liegt mit 44,2 Kilometern 19,2 Kilometer darüber, das sind 38,4 gefahrene Kilometer und 30,72 Euro.
Auf der Rechnung stehen am Ende vier Angaben und keine Pauschale: die geladenen Kubikmeter, der Satz von 36 Euro, der Betrag und die weitergereichte Gebühr des Annahmeplatzes. Kommt am Abholtag mehr zusammen als geschätzt, hören Sie den neuen Betrag, bevor das erste zusätzliche Stück auf dem Wagen liegt. Aus 12 geschätzten Kubikmetern werden dann zum Beispiel 15, und aus 432 Euro werden 540 Euro. Das ist unangenehm, aber deutlich besser als eine Rechnung, die am Ende 108 Euro über der Zusage liegt. Der Satz von 36 Euro je Kubikmeter ändert sich dabei nie, nur die Menge.
- Anfrage über das Formular rund um die Uhr, mit 2 Fotos je Stapel und der Etage.
- Rückmeldung mit Volumenschätzung in Kubikmetern und dem Betrag zu 36 Euro je Kubikmeter.
- Auf Wunsch Aufmaß vor Ort für 0 Euro, 20 bis 40 Minuten, verbindliche Menge.
- Termin mit Uhrzeit bestätigen, Absage bis 72 Stunden vorher für 0 Euro.
- Abholtag: Türzargen abdecken, tragen, laden, Restflächen kehren.
- Abgabe am Annahmeplatz, Wiegeschein und Gebührenbeleg werden mitgenommen.
- Rechnung mit Kubikmetern, Satz, Betrag und den beiden Belegen in der Anlage.
Sperrmüll nach Volumen: Beispiele, Fahrzeug und Betrag | Was abgeholt wird | Volumen | Berechnet | Fahrzeug | Betrag |
| Einzelnes Sofa, 2,20 m breit | 2 m³ | 3 m³ | Sprinter 12 m³ | 108 € |
| Sessel, Couchtisch, Teppichrolle | 3 m³ | 3 m³ | Sprinter 12 m³ | 108 € |
| Schlafzimmer komplett | 7 m³ | 7 m³ | Sprinter 12 m³ | 252 € |
| Kellerentleerung, 10 m² bis 1,20 m | 12 m³ | 12 m³ | Sprinter 12 m³ | 432 € |
| Zwei Zimmer, geräumt | 18 m³ | 18 m³ | Möbelkoffer 21 m³ | 648 € |
| Voller Möbelkoffer | 21 m³ | 21 m³ | Möbelkoffer 21 m³ | 756 € |
Gerechnet wird mit 36 Euro je Kubikmeter, die kleinste berechnete Menge sind 3 Kubikmeter. Jeder Betrag enthält 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Gebühr am Annahmeplatz richtet sich nach Gewicht und Sorte und kommt unverändert zum Beleg hinzu. Eine Absage bis 72 Stunden vor dem Termin kostet 0 Euro, danach 85 Euro, am Abholtag 25 Prozent des Auftragswerts.